Neun Frauen stehen eng nebeneinander vor einer grünen Hecke, im Vordergrund Tische mit Stühlen und Besteck. Ehrenamtliches Helferteam Soziales Miteinander - 10 Jahre Fundgrube Monheim

Zehn Jahre Fundgrube Monheim: Ein Jahrzehnt gelebte Solidarität

Montag, 10. August 2026

Neun Frauen stehen eng nebeneinander vor einer grünen Hecke, im Vordergrund Tische mit Stühlen und Besteck. Ehrenamtliches Helferteam Soziales Miteinander - 10 Jahre Fundgrube Monheim

Aus einer Kleiderkammer für Asylbewerber ist eine feste soziale Einrichtung geworden. Seit zehn Jahren verbindet die Fundgrube Monheim Hilfe, Nachhaltigkeit und Zusammenhalt – getragen ausschließlich von ehrenamtlichem Engagement.

Am 27. April 2016 öffnete in der Donauwörther Straße 60 eine Kleiderkammer für Bedürftige. Was als Unterstützung für die damals 112 in Monheim lebenden Asylbewerberinnen und Asylbewerber begann, ist heute aus dem sozialen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken.

Vorausgegangen waren viele Stunden der Vorbereitung und zahlreiche Gespräche mit dem Asylhelferkreis, der Stadt Monheim, dem Landratsamt Donau-Ries und dem Caritasverband. Der Andrang gab den ehrenamtlichen Helferinnen schnell recht: Schon vor der Eröffnung standen die ersten Besucher vor der Tür. Zunächst öffnete die Kammer jeden Mittwoch von 14 bis 17 Uhr.

Vom Kleiderschrank zur Fundgrube

Mit den Jahren wandelte sich die Einrichtung. Längst gibt es dort nicht mehr nur Kleidung, sondern viele weitere gut erhaltene Alltagsgegenstände. Der Verkauf zog auf den Freitagnachmittag um, organisatorisch gehört die Fundgrube heute zum Verein SoMit e. V.

Das Konzept blieb einfach und erfolgreich: Alle Waren werden gespendet und vom Team zu kleinen Preisen verkauft oder an bedürftige Menschen weitergegeben – unter anderem nach Albanien, an Obdachloseneinrichtungen in München und Stuttgart sowie an die Caritas in Treuchtlingen. Auch die Einnahmen fließen vollständig in soziale Zwecke und in Projekte für Monheim. Finanziert wurden so etwa Liegebänke am Kneippbecken und am Schulweiher, eine Sitzbank an der Pumptrack-Anlage, eine tragbare Lautsprecheranlage für die katholische Kirche sowie Bücher und Anschaffungen für Schulen und Kindergärten.

Secondhand mit Sinn

Damit steht die Fundgrube seit zehn Jahren für Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Secondhand schont Ressourcen, entlastet Familien – und mit jedem Einkauf tut man zugleich etwas Gutes für die Gemeinschaft. Ein besonderer Dank gilt den Ehrenamtlichen, die das Projekt seit Jahren mit großem Einsatz tragen: Luzia Mihatsch, Regina Schiffelholz, Brigitte Berger, Lydia Pfefferer, Christa Königsdörfer, Sabine Meier, Hedi Blank und Diana Babic.

Geöffnet ist die Fundgrube jeden ersten Freitag im Monat von 14 bis 17 Uhr in der Donauwörther Straße 60. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

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